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Zahnarzt Münster, Jürgen Karsch

Zahnarztpraxis | Jürgen Karsch

Septem­ber 2020 – Was zahlt die "Kasse"?

Wurzelkanal- und Parodontitisbehandlungen sind zwei wichtige Therapien zum Erhalt von Zähnen. Was aber zahlt dabei die gesetzliche Krankenkasse im Fall eines Falles?

Wurzelkanalbehandlung

Die Wurzelkanalbehandlung ist im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen prinzipiell enthalten, jedoch werden die Kosten nur für die Standardtherapie und nur in bestimmten Fällen übernommen. Vor allem bei den großen (mehrwurzeligen) Backenzähnen gibt es Einschränkungen. Für die Kostenübernahme muss mindestens eine der folgenden Bedingungen zutreffen:

  • Auch bei gebogenen Kanälen muss eine Wurzelfüllung bis zur Wurzelspitze möglich sein.
  • Ein Backenzahn steht in einer vollständigen Zahnreihe ohne Lücke.
  • Mit der Behandlung kann verhindert werden, dass die Zahnreihe nach hinten verkürzt wird.
  • Vorhandener Zahnersatz lässt sich durch die Behandlung erhalten.
    • In anderen Situationen muss die Leistung privat abgerechnet werden. Auch besondere Behandlungstechniken wie die elektrometrische Wurzellängenmessung müssen von Patienten privat bezahlt werden – auch wenn diese Techniken die Chance auf eine erfolgreiche Wurzelkanalbehandlung und damit auf Zahnerhalt deutlich erhöhen.

      Der Aufwand einer modernen Wurzelkanalbehandlung lohnt sich dennoch. Als Alternative bliebe nur die Entfernung des Zahnes und der Schluss der Zahnlücke durch Zahnersatz. Die Kosten dafür liegen in der Regel höher.

      Parodontitisbehandlung

      Grundsätzlich ist die Parodontitisbehandlung bei einer vom Zahnarzt begründeten medizinischen Notwendigkeit eine Kassenleistung. Die Kosten für bestimmte Vor- und Nachbehandlungen müssen Patienten teilweise selbst tragen.

      • Als medizinisch notwendig und behandlungsbedürftig gilt laut Krankenkassen eine Parodontitis ab einer Zahnfleischtaschentiefe von mindestens 3,5 Millimetern. Allerdings wird die Behandlung bei Zähnen, die nicht als erhaltungswürdig gelten, nicht übernommen.
      • Zu den Kassenleistungen gehört eine zweijährliche Früherkennungsuntersuchung, bei der die Zahnfleischtaschentiefe ermittelt wird.
      • Vorbehandlungen, wie sie von Krankenkassen gefordert werden (Zahnsteinsteinentfernung, Beseitigung von Reizfaktoren) werden nur teilweise von den Kassen gezahlt. Auch die professionelle Zahnreinigung als wichtige Vorbehandlung wird nicht übernommen.
      • Wie bei der Wurzelkanalbehandlung werden besondere Behandlungstechniken wie der Einsatz eines Lasers nicht übernommen.
      • Selbst zahlen müssen Patienten ebenso die Kosten für die regelmäßige Nachsorge (auch Parodontitis-Prophylaxe oder „Unterstützende Parodontitistherapie“, UPT) – obwohl diese entscheidend für den Erfolg der gesamten Behandlung ist.

      Selbstverständlich beraten wir Sie vor einer Behandlung ausführlich zu eventuell anfallenden Kosten. Ein Tipp: Es gibt Zahnzusatzversicherungen, die die Eigenanteile bei Parodontitis- und Wurzelkanalbehandlungen ganz oder teilweise abzudecken.

       

      Zur nächsten September-News: Tag der Zahngesundheit am 25. September